Eine Stimme für das „Friedensprojekt“ Europa!

Annette Muhr-Nelson zu den EU-Wahlen am 25. Mai 2014

Annette Muhr-Nelson, Friedensbeauftragte der EKvW

2014 ist ein besonderes europäisches Jahr: Vor 100 Jahren begann der Erste, vor 75 Jahren der Zweite Weltkrieg und vor 25 Jahren fiel die Mauer und fand der Kalte Krieg ein Ende.
In diesem geschichtsträchtigen Jahr ist auch die Wahl zum Europäischen Parlament eine besondere. Denn nie war das „Friedensprojekt Europa“ so gefährdet wie im Moment.

Im 56. Jahr ihres Bestehens befindet sich die Europäische Union in einer schweren politischen Krise. Seit geraumer Zeit sind die EU-Mitgliedsstaaten nicht in der Lage, wichtige Richtungsentscheidungen auf den Weg zu bringen. Die Finanz- und Schuldenkrise und die hohe Jugendarbeitslosigkeit in vielen europäischen Ländern, der drohende Bürgerkrieg in der Ukraine und der Konflikt mit Russland, die Abschottungspolitik, die das Sterben tausender Flüchtlinge in Kauf nimmt, sind nur einige Beispiele für die Uneinigkeit Europas. Die Folge ist: Europa-Skeptiker sehen sich im Aufwind und Rechtspopulisten setzen an, der europäischen Idee einen entscheidenden Schlag zu versetzen.

Das „Friedensprojekt“ Europa, das vor 2 Jahren mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, droht zu scheitern. Dies gilt es zu verhindern! Denn nur ein geeintes Europa hat eine Zukunft.
Als Kirchen vertreten wir die Auffassung, dass Gottes Friede allen Menschen gilt und Gerechtigkeit alle vereint. Als aktiver Teil der Zivilgesellschaft müssen wir daher Europa zu unserer Sache machen.

Als Christinnen und Christen darf uns die Zukunft des „Friedensprojekts“ Europa gerade jetzt nicht egal sein. Die internationale Gemeinschaft mit ihren zahlreichen globalen Herausforderungen braucht einen aktiven und stabilen europäischen Beitrag.

„Die Mitgliedschaft in der Europäischen Union hat ihren Preis. Europa hat vor allem einen Wert“, so die EKD 2012. Damit dies so bleibt bzw. erneuert werden kann, sollten wir uns einmischen und aktiv beteiligen. Am 25 Mai ist eine gute Gelegenheit dazu, eine Stimme für das „Friedensprojekt“ Europa abzugeben!

2 Gedanken zu „Eine Stimme für das „Friedensprojekt“ Europa!

  1. Manuela Schunk

    Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger auf, zur Wahl des Europäischen Parlaments am 25. Mai 2014 zu gehen. Mit jeder Stimme gilt es, sowohl diejenigen Parteien als auch diejenigen Kandidatinnen und Kandidaten zu stärken, die für die Menschenrechte, die friedliche Weiterentwicklung Europas und für die freiheitliche demokratische Grundordnung eintreten. Rechtspopulismus ist KEINE Alternative für Deutschland! Wenn Rassismus geschürt wird, haben Christinnen und Christen mit klaren Worten zu widersprechen. Dafür setzen wir, die Evangelsiche Frauenhifle in Westfalen e.V. sich ein.

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