Verschenkt Euch selbst!

Weihnachten steht vor der Tür und wie jedes Jahr wird wieder geworben auf Teufel komm raus, für Geschenke, Weihnachtsschmuck und Festessen. Oft ist die Werbung gut gemacht, einladend oder auch nervig. Hauptsache sie bekommt Aufmerksamkeit. Aber über eine Werbung habe ich mich so richtig geärgert. So geärgert, dass ich merkte: Da muss was zu gesagt werden! – Von Dirk Heckmann

Geschenke

In dem Werbespot sieht man einen Mann, der sich überlegt zu Weihnachten seinem Kind ein selbstgebautes Boot zu schenken. Er studiert Baupläne, klebt und werkt und stellt sich dabei so dämlich an, dass man zwangsläufig denkt: „Hoffentlich verschenkt er das nicht!“ Dann sieht man wie der Junge unterm Weihnachtsbaum das Geschenk auspackt – und ist erleichtert, weil es eine Spielekonsole ist.

Sicher ist das werbewirksam, aber der Spot hat eine so fatale Wirkung:

Aus psychologischer Sicht zerstört er die Eigeninitiative von Vätern, aus pädagogischer Perspektive torpediert er die Beziehung zwischen Vätern und Kindern und aus theologischer Perspektive reduziert er Weihnachten auf ein Konsumfest.

Also: Verschenkt euch selbst! Werdet aktiv, verschenkt gute gemeinsame Erlebnisse, die eure Beziehung stärken, verschenkt eure Zeit an die Kinder!
Es ist sowohl das Ergebnis neuerer Studien wie das Gefühl aus dem Bauch heraus: Die gute, herausfordernde und Sicherheit gebende Beziehung zum Vater und zur Mutter ist für die Entwicklung der Kinder zentral. Und dann schadet es auch nicht, eine Spielekonsole zu verschenken.

Dirk Heckmann

 

Dirk Heckmann ist Männerpfarrer im Ev. Kirchenkreis Unna

2 Gedanken zu „Verschenkt Euch selbst!

  1. Pingback: Verschenkt Euch selbst! | Vater-Kind-Arbeit

  2. Petra Rommerskirchen

    Hallo Herr Heckmann

    leider Realität!

    Ihr Kinder Werk Mobil finden wir klasse.
    Können wir Ihnen dafür zum Basteln Sperrholz schenken?

    Antworten

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