Archiv der Kategorie: Jahr der Politik 2014

Lebensmittel Wasser!

Durch TiSA droht Wasserprivatisierung!

30 Grad im Schatten, die Luft flimmert in den Straßen, Sommer liegt über der Stadt. Da bewirkt ein Glas kühles Wasser Wunder. Kein Wunder ist es, dass aus unseren Wasserleitungen gutes Trinkwasser fließt, das sich jede und jeder leisten kann. In Deutschland braucht sich niemand – dank kommunaler Daseinsvorsorge – um Trinkwasser zu sorgen. Sorgen hingegen macht ein Abkommen, das derzeit verhandelt wird. Es gefährdet die öffentliche Wasserversorgung, und damit das Gemeinschaftsgut „Trinkwasser“. – Von Klaus Breyer

Wasser als Wirtschaftsgut? Foto: iStockphoto.com /Wasser: Irochka, Hände: BrianAJackson

Weil Wasser so elementar ist für das Leben, war es praktisch nie ein Wirtschafts- sondern fast immer ein Gemeinschaftsgut. Brunnen wurden gemeinsam gegraben, in Brunnengemeinschaften wurde sauberes Wassers gemeinsam genutzt.

Doch weil Wasser so wertvoll und unersetzbar ist, wird immer wieder versucht Kapital aus seiner Knappheit zu schlagen.

Weiterlesen

Jung und engagiert?

Jung und engagiert? Das ist kein Gegensatzpaar!
Passt gut zusammen und ist etwas, was wir in der Evangelischen Kinder- und Jugendarbeit zusammenbringen. – Von Sebastian Richter.

Sei kein Schaf!

Sei kein Schaf! Foto: Ev. Jugend Frömern

Neulich kommt ein Journalist zu mir. Ob wir denn überhaupt noch ehrenamtliche Jugendliche hätten. Das wäre doch alles gar nicht mehr möglich. Heutzutage. Allein schon wegen G8 und so.

Ich habe ihm von über 30 Jugendlichen erzählt, die wöchentlich eine Gruppe oder ein Offenes Angebot in unserer Einrichtung leiten. Eine Einrichtung der Evangelischen Kirche. Ehrenamtlich. Ohne finanzielle Vergütung.

Weiterlesen

„Wer das Schwert nimmt, wird durch das Schwert umkommen.“

„ISIS-Kämpfer rücken immer schneller vor.“ – „Bagdad im Visier.“ – „Ehemalige Giftgasanlage durch islamistische Terrorgruppe eingenommen.“ – Die Schlagzeilen zu der besorgniserregenden Entwicklung im Irak überschlagen sich. – Von Annette Muhr-Nelson.

Hand auf Handgranate

Bild: iStockphoto.com/mvdc

Präsident Obama will 300 Militärberater für die irakische Armee schicken und kündigt zögerlich einzelne gezielte Militärschläge an. Er tut sich schwer mit dieser Entscheidung. Denn er befindet sich in einer Dilemma-Situation. Er hatte gehofft als der Präsident in die Geschichtsbücher einzugehen, der den Irakkrieg friedlich beendet hat. Nun bittet ihn die irakische Regierung höchst selbst um Unterstützung, denn wenn er nichts tue, drohe ein Bürgerkrieg mit ähnlichen Ausmaßen wie in Syrien.

Weiterlesen

Der Steuerwettbewerb darf Europa nicht spalten

Dr. Jürgen Born: Warum ist Europa wichtig für Deutschland?
europa-geld_800

In der EU gibt es eine klare Aufgabenteilung: Während Brüssel für die Wettbewerbsregeln und deren Einhaltung sorgt, müssen sich die Mitgliedsstaaten um die Wettbewerbsfähigkeit ihrer nationalen Volkswirtschaften selbst kümmern. Eine gemeinsame, europäische Wirtschaftspolitik ist dabei nicht nur nicht erwünscht, sondern vertraglich verboten! Dies gilt ganz explizit auch für die Steuerpolitik. Hier stehen alle Mitgliedsstaaten im gegenseitigen Wettbewerb um das richtige Verhältnis von öffentlichen Leistungen und steuerlicher Belastung. Langfristig, so die Hoffnung, setzt sich das beste Steuersystem im Wettbewerb durch und wird dann von allen, ganz ohne Diktat aus Brüssel, übernommen.

Weiterlesen

Eine Stimme für das „Friedensprojekt“ Europa!

Annette Muhr-Nelson zu den EU-Wahlen am 25. Mai 2014

Annette Muhr-Nelson, Friedensbeauftragte der EKvW

2014 ist ein besonderes europäisches Jahr: Vor 100 Jahren begann der Erste, vor 75 Jahren der Zweite Weltkrieg und vor 25 Jahren fiel die Mauer und fand der Kalte Krieg ein Ende.
In diesem geschichtsträchtigen Jahr ist auch die Wahl zum Europäischen Parlament eine besondere. Denn nie war das „Friedensprojekt Europa“ so gefährdet wie im Moment. Weiterlesen