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Erntedank 2015 – Auf der Suche nach mehr Friedfertigkeit und Verständnis

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Moderne Landwirtschaft. Foto: shutterstock/auremar

Friedfertigkeit? Angesichts von Flüchtlingselend?
Verständnis? Angesichts von Debatten um eine unverstandene Landwirtschaft? – Von Ute Kerlen

Der Dank der Menschen für die Ernte eines Jahres hat eine lange Tradition; ist fester Bestandteil eines Kirchenjahres. Und so werden traditionell Erntekronen gebunden und in Dankgottesdiensten an Funktionsträger überreicht.
Von Bauern und Bäuerinnen, die wissen, dass trotz regionaler Unterschiede das Brot wieder einmal für ALLE Menschen in unserem Land ausreichen wird.

Friedfertig? Bei Betroffenheit, Resignation, Existenzängsten?
Verständnis? Bei sinkenden Schweinepreisen, Milchpreisen, die auch der NRW Landwirtschaftsminister Johannes Remmel als Skandal bezeichnet?

O-Ton Remmel: „Unter dem derzeitigen Preisniveau leiden Tiere-Umwelt und Bauern!“ Der Mensch also zuletzt!?

Der physische und psychische Druck bei den Bauernfamilien steigt fast täglich. Globale Märkte bestimmen die Preisgestaltung, Mindeststandards werden von der EU festgelegt.

Die Verantwortung für die Familie, den seit Generationen geführten Hof, Umsetzung von politischen Rahmenbedingungen erfordern unternehmerische Fähigkeiten und ökonomisches Handeln. Doch seitens unserer Gesellschaft mehren sich Anspruch und Unverständnis von Produktionsabläufen in der modernen Landwirtschaft.

Diese hat sich in den letzten 20 Jahren massiv bewegt! Bauern und Bäuerinnen produzieren Nahrungsmittel von hoher Qualität!
Und genau das müssen wir selbstbewusster kommunizieren, gemeinsam mit der Politik, den Kirchen, den Verbraucherinnen und Verbrauchern!

Erntedank 2015 – Grund zum Danken, Denken und Handeln! Für einen friedfertigen und verständnisvollen Umgang miteinander.

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Ute Kerlen ist Landfrau und Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche von Westfalen

Billig-Fleisch essen – Moral vergessen?!

Es reicht! Wir müssen unsere Ernährung umstellen! Weniger Fleisch auf den Teller ist für Christen und Christinnen ein Gebot der Stunde. Immer mehr Menschen haben es, Gott sei Dank, satt, Billigfleisch aus industrieller Massentierhaltung vorgesetzt zu bekommen. 50.000 Menschen waren im Januar in Berlin auf der Straße, um für eine Agrarwende zu demonstrieren. – Von Volker Rotthauwe

Hackfleisch

Lecker Mett – aber was da wohl drinsteckt? Foto: clipdealer

Weltweit wird die Erde kahl gefressen von über 50 Millionen landwirtschaftlich genutzten Tieren, die riesige Mengen von Fäkalien und Klimagasen produzieren. Die Verschmutzung von Luft, Gewässern, Trinkwasser und Böden durch Fäkalien und Pharmarückstände ist Folge unserer ungezügelten Lust auf billiges Fleisch. Der hemmungslose Gebrauch von Antibiotika in der Tierhaltung produziert die multiresistenten Keime, die unsere Gesundheit, nicht nur im Krankenhaus, gefährden. Weiterlesen