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Warum die absolute Priorität der Flüchtlingsfrage kein guter Weg sein könnte

In diesen Tagen sind es viel zu viele Menschen, die in eine ungewisse Zukunft fliehen müssen, weil sie dort, wo sie sind, keine Zukunft und keine sichere Gegenwart haben. – Von Heinz-Hermann Haar

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…dürfen wir das, wenn es so viel Menschen auf der Flucht und in Not gibt?

Flüchtlinge erfahren vielerlei Grenzen: Vor der Flucht erleiden sie Krieg und Gewalt, Demütigung und Vergewaltigung, Hunger und Krankheit, Arbeits- und Perspektivlosigkeit – sie stoßen an existentielle, physische und psychische Grenzen, die sie nicht überwinden können, vor denen sie fliehen. Auf der Flucht begegnet ihnen erneut Gewalt und Erniedrigung, Hunger und Ausbeutung, zudem Gefahr bei der Durchquerung fremder Länder, stürmischer Meere, reißender Flüsse, um an das gegenüberliegende rettende Ufer zu gelangen.

Wer Grenzen erfährt, die er selbst nicht überwinden kann, braucht Nächste, die ihm zur Seite stehen. Jesus beantwortet die Frage „Wer ist mein Nächster“ mit der Gegenfrage: „Wer ruft mich, damit ich zu seinem Nächsten werde?“

Dass wir uns um diese Menschen und ihr Leid kümmern müssen, steht völlig außer Frage. Aber vielleicht sei die Frage gestattet, ob das alles andere überdecken darf und soll? Weiterlesen

„Früher war mehr Lametta“

Christbaumschuck

Bild: Public Domain/pixabay

Wie Recht Loriot doch hatte: Früher war mehr Lametta. – Von Anne Heibrock

Und heute? Was haben wir stattdessen? Bergeweise anderen Kitsch: Engel, Sterne in allen nur denkbaren Farben, Größen und Formen. Aus Holz, Plastik oder Metall. Dazu Kerzen in Rot, Weiß, Blau, Grün, Lila, Gelb oder Braun – aus Wachs oder mit LEDs. Lichterketten für drinnen und draußen, Nikoläuse, Rentierschlitten aus Hunderten von Lämpchen, Windlichter, Tannenzweige und -zapfen aus Plastik, Fensterschmuck in Silber und Gold, Schneewatte und, und, und. Von Christbaumkugeln in unzähligen Varianten ganz zu schweigen. Weiterlesen

Verschenkt Euch selbst!

Weihnachten steht vor der Tür und wie jedes Jahr wird wieder geworben auf Teufel komm raus, für Geschenke, Weihnachtsschmuck und Festessen. Oft ist die Werbung gut gemacht, einladend oder auch nervig. Hauptsache sie bekommt Aufmerksamkeit. Aber über eine Werbung habe ich mich so richtig geärgert. So geärgert, dass ich merkte: Da muss was zu gesagt werden! – Von Dirk Heckmann

Geschenke

In dem Werbespot sieht man einen Mann, der sich überlegt zu Weihnachten seinem Kind ein selbstgebautes Boot zu schenken. Er studiert Baupläne, klebt und werkt und stellt sich dabei so dämlich an, dass man zwangsläufig denkt: „Hoffentlich verschenkt er das nicht!“ Dann sieht man wie der Junge unterm Weihnachtsbaum das Geschenk auspackt – und ist erleichtert, weil es eine Spielekonsole ist.

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